Dokumentation zur automatischen Chargenbildung in Foodoffice und Foodworks
Diese Dokumentation beschreibt die Einstellungen und Möglichkeiten zur automatischen Chargenbildung bei der Beschaffung von Produkten, Rohstoffen oder Handelswaren über die Warenannahme in Foodoffice oder Foodworks.
1. Allgemeine Systemeinstellungen
Die zentralen Einstellungen zur Chargenbildung befinden sich im Reiter Produktion und Chargenverwaltung der allgemeinen Systemeinstellungen. Hier können Systemverwalter festlegen, bei welchen Artikeln eine Charge gebildet werden soll. Die Optionen sind:
Alle Artikel: Chargenbildung für alle Artikel aktiv.
Keine Artikel: Chargenbildung deaktiviert.
Artikel mit Chargenerfassung zwingend: Chargenerfassung ist erforderlich.
Artikel mit Chargenerfassung freiwillig: Chargenerfassung ist optional.
Diese Einstellungen werden im Reiter Logistik des Artikelstamms festgelegt.
2. Chargennummern-Semantik
Die Struktur der Chargennummer kann aus festen Werten oder Platzhaltern bestehen. Folgende Platzhalter sind verfügbar:
0: Fixe Kennung für Eingangschargen.
JJ: Aktuelles Jahr (2-stellig).
JT: Aktueller julianischer Kalendertag (3-stellig).
CZ: Kennzeichen im Lieferantenstamm (alphanumerisch).
WW: Kalenderwoche
WT: aktueller Tag der Woche
Falls das Kennzeichen im Lieferantenstamm nicht gefüllt ist, wird die Lieferantennummer verwendet.
3. Chargenzähler
Der Chargenzähler ist optional und kann auf verschiedenen Ebenen aktiviert werden:
Anlieferung: Eine Charge pro Lieferant und Anlieferung.
Warengruppe: Chargenbildung je Artikel innerhalb einer Anlieferung.
Positionsebene: Jede Bestellposition erhält eine eigene Chargennummer.
Beispiel für die Chargenbildung
Bei einer Anlieferung von Lieferant 700002 wird eine Charge wie folgt gebildet:
0 (fixer Wert)
23 (Jahr)
140 (140. Tag des Jahres)
70002 (Lieferantennummer)
Wenn mehrere Positionen vorhanden sind, erhalten diese je nach gewählter Ebene unterschiedliche Chargennummern.
4. Positionsebene
Bei der Positionsebene erhält jede Bestellposition eine eigene Chargennummer. Die Struktur könnte wie folgt aussehen:
0 (fixer Wert)
25 (Jahr)
065 (6. März)
71000 (Lieferantennummer)
01 (erste Position)
Der Zähler kann numerisch oder alphabetisch (A, B, C, D) sein, wobei bei alphabetischen Zählern Vorsicht geboten ist, da dies bei der Barcode-Codierung problematisch sein kann.
5. Produktionsstufen
Es muss festgelegt werden, für welche Produktionsstufe die Chargen gebildet werden. Dies dient der Selektion in der Anwendung und definiert bestimmte Einstellungen.
6. Artikelübersteuerung
Zusätzlich zu den allgemeinen Systemeinstellungen können spezifische Chargen-EK-Profile für Artikel angelegt werden. Zum Beispiel kann ein neues Profil für Non-Food-Artikel erstellt werden, das von den Standardeinstellungen abgeleitet ist. Wenn das Chargen-EK-Profil im Artikel nicht gefüllt ist, greifen die Standardeinstellungen.
Diese Dokumentation bietet eine Übersicht über die grundlegenden Einstellungen und Möglichkeiten zur Chargenbildung in Foodoffice und Foodworks.
Relevante Einstellungen (Screenshots):
Systemeinstellungen
Einstellungen zu Chargenerfassung im Artikelstamm
Platzhalter zur Bildung der Chargen-Nummer
Abweichendes Chargen-EK-Profil (je Artikel)
Chargen-Kennzeichen im Lieferantenstamm